Technisch für ein N64-Spiel phänomenal und in Sachen Weitsicht, Polycount und Lighting wirkt es teils wie ein frühes PS2-Spiel. Lediglich die stellenweise stark in die Knie gehende Performance macht klar, um welche Hardware es sich hier handelt.
Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch. Hyper Bike spielt sich trotzdem einfach enorm gut. Die Steuerung ist direkt und Präzise, auf den Speedbikes lassen sich arcadig mit kurzem Tap auf die Bremse schnelle scharfe Kurven fahren, die Physik bei den Motocross-Rennen wiederum bleibt auf einem spaßigen Niveau und wird nicht überbordend, so dass sie zu Frust führt. Einfach ein rundum auf Spielspaß getrimmtes Erlebnis mit viel Abwechslung bei Gameplay (dank der zwei Motorrad-Varianten, die beide gleichermaßen gut umgesetzt wurden) und Strecken und ein echter Geheimtipp für Leute, die noch einen Racer aus dieser Konsolengeneration suchen, der sich eher an Arcaderacer anlehnt.
Etwas schade ist lediglich, dass die Kampagne recht kurz ist und zudem abrupt endet, ohne nettes Outro oder dergleichen. Trotzdem angesichts der restlihen Qualität ein Verschmerzbarer Schwachpunkt.