Spiele die ebenfalls dem "Fear Effect"-Franchise angehören:
Beschreibung (Verpackungstext)
"RANKES #1 MOST WANTED GAME" - OPM, FEB 2001
Delve into the colorful histories of the original cast of mercenaries and the extraordinary circumstances that brought them together in Fear Effect. Discover what drives Hana Tsu-Vachel, the beatiful assassin whose specialty lies in the dealings of love as well as death; Royce Glas, the master counter intelligence operative who is haunted by his past; Jakob "Deke" Decourt, the cold-blooded killer driven by money and murder. And meet Rain Qin, a stunning new character and close companion of Hana with unparalleled beauty wrapped around a dark sector core.
FEATURES:
New Motion FX 3D technology allows for the most breathtaking anime ever on a gaming console.
Unparalleled interaction with 8 new environments for mindbending puzzles and intense action.
Enemies react with cunning AI as you try to obliterate them with an expanded arsenal of weaponry such as tasers and flame throwers.
Gameplay and cinematics stream seamlessly eliminating load times even after death sequences.
Ich habe beide Teile vor Kurzem nach Jahrzehnten noch einmal durchgespielt und muss sagen, dass ich erschrocken bin, wie schlecht die Story von FE2 im direkten Vergleich zu FE1 ist. Das hatte ich so tatsächlich nicht in Erinnerung.
Spielerisch steht es seinem Vorgänger natürlich in nichts nach. Die Action-Einlagen bocken und die Rätsel machen überwiegend genauso Spaß, wenn man einmal vom Bodenplattenrätsel mit den chinesischen Schriftzeichen absieht. Bis heute verstehe ich nicht, wie man das als westlicher Spieler ohne Hanzi-Kenntnisse und Trial N Error lösen soll.
Mein größtes Problem mit FE2 ist jedoch wie erwähnt die Story. Auch nach dem zweiten Durchspielen habe ich keine Ahnung, was uns der verstorbene Drehbuchautor und Schöpfer der beiden Spiele Stan Liu (1963-2017) mit diesem Spiel eigentlich sagen wollte. Der erste Teil hatte einen klaren roten Faden, eine leicht nachvollziehbare Handlung und obendrein einen großartigen Plot-Twist gegen Ende. Nichts davon findet sich in FE2 wieder.
Stattdessen erfährt man, dass die lesbische Busenfreundin der Protagonistin in Wahrheit ein Alien (?) mit menschlichen und empathischen Eigenschaften ist, während ihre Zwillingsschwester böse ist und ihre verstorbene Alien-Mutter wiederbeleben möchte. Dafür benötigt sie ein bestimmtes Chromosomenpaar (Retro-Helix) ? Diese Mutter wiederum war ursprünglich eine menschliche Archäologin, die bei einer Ausgrabung den Leichnam des ersten Kaisers von China entdeckte, sich dessen Blut injizierte und dadurch selbst zu einem Alien wurde. Anschließend brachte sie die Zwillinge in einem genetischem Leerraum (genetic void) zur Welt ?
Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, läuft parallel dazu noch eine völlig separate Handlung um einen Virus, der die Menschheit auszulöschen droht. Diese Geschichte hat mit dem ganzen Alien-Komplex praktisch nichts zu tun und wirkt, als stamme sie aus einem anderen Spiel.
Tja, selbst nachdem ich mich noch einmal auf Deutsch und Englisch intensiv mit der Story des Spiels beschäftigt habe, verstehe ich bis heute nicht, worum es eigentlich geht und inwiefern das ganze inhaltlich mit dem Prequel FE zusammenhängt.
FE2 erweckte bei mir leider den Eindruck, dass die Entwickler und vor allem der Autor notdürftig alles was nur möglich ist noch zusammengeschissen haben, um das Spiel irgendwie noch auf den Markt zu bringen, auch wenn die Handlung dadurch völlig aus dem Zusammenhang gerissen wird.
Insgesamt ist FE2 immer noch ein gutes Spiel und gemeinsam mit "Alone in the Dark: The New Nightmare" auch einer der letzten guten PS1-Spiele aus 2001, aber wenn man nach FE1 eine ähnliche geniale Story erwartet, die den Kanon sinnvoll erweitert, wird man hier auf ganze Linie maßlos enttäuscht.
Für die Story braucht man das Spiel wirklich nicht zu spielen und kann es ruhigen Gewissen skippen ohne was zu verpassen.
Was den Rest betrifft, wird hier wie im ersten Teil immer noch auf seine Kosten kommen.